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Orthpädische Sicherheitsschuhe

Arbeitsschuhe und Sicherheitsschuhe schützen die Füße vor Verletzungen. Dabei sollen sie gleichzeitig über einen vollen Arbeitstag bequem zu tragen sein. Bei zu engen oder zu kleinen Schuhen besteht schnell Gefahr, dass Beschwerden wie Fußschmerzen oder schmerzende Zehen auftreten. Für Füße gibt es keine Einheitsnorm, so dass jeder Träger von Sicherheitsschuhen anatomisch leicht unterschiedliche Anforderungen an die Arbeitsschuhe hat. Aus diesem Grund bieten einige Hersteller von Sicherheitsschuhen orthopädische Sicherheitsschuhe oder Einlagen an.

Grundlagen der Sicherheitsvorschriften

Orthopädische Sicherheitsschuhe müssen wie reguläre Sicherheitsschuhe den Normen der entsprechenden Sicherheitsklasse, S1, S2 oder S3 entsprechen. Um dies zu gewährleisten werden zunächst Prototypen hergestellt, die einer Baumusterprüfung unterzogen werden. Wenn alle Normen erfüllt sind, kann der Hersteller orthopädische Sicherheitsschuhe in Serie fertigen, darf dies aber nur nach den getesteten und den Sicherheitsnormen entsprechenden festgelegten Vorlagen tun.
Dies berechtigt ihn dann, die CE-Kennzeichnung anzubringen. Das gilt auch für die orthopädische Einlagenversorgung. Dabei ist zu beachten, dass nicht jeder Berufsschuh und auch nicht jede Einlage dafür geeignet sind. Es gibt spezielle Sicherheitsschuhe mit den entsprechenden zugelassenen Einlagen. Die Einlagen sind als Einlagenrohling erhältlich und ein Orthopädieschuhmacher kann sie dem Fuß anpassen bzw. so verarbeiten, dass die von der Einlage gewünschte Entlastung des Fußes ermöglicht wird.

Maßanfertigung von orthopädischen Sicherheitsschuhen

In besonderen Fällen kann auch eine Maßanfertigung des Sicherheitsschuhs angefertigt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man unter dem diabetischen Fußsyndrom leidet.
Alle einzuhaltenden Vorschriften sind in den "Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" Regel 191, kurz BGR 191, festgehalten.

Es gibt zwei Ansätze zur Herstellung eines orthopädischen Sicherheitsschuhes: Die handwerkliche Herstellung eines Schuhes oder die orthopädische Änderung, die sogenannte Zurichtung.

Möglichkeiten der orthopädischen Schuhzurichtung

Warum orthopädische Sicherheitsschuhe bzw. Arbeitsschuhe?

Rückenschmerzen können durch das Tragen von falschem Schuhwerk entstehen. Hat man z. B. ein verkürztes Bein, kann ein Sicherheitsschuh bis ca. 3 cm einseitig ausgeglichen werden, so hat man einen aufrechten, geraden Stand und die Belastung der Lendenwirbelsäule wird beinhahe komplett aufgehoben.

Ein weiteres Beschwerdebild können Knieschmerzen sein. Hier werden bestimmte Kniebereiche besonders belastet. Diese Beschwerden können durch die Fehlstellung (O- oder X-Beine) entstehen. Eine Innen- oder Außenranderhöhung führt zu einer Entlastung der Kniegelenke.

Dann gibt es noch die sogenannten Sohlenrollen. Hier werden an bestimmten Stellen der Schuhsohle Veränderungen vorgenommen. Das kann je nach Beschwerden die Entlastung des Fußballens oder des Mittelfußes sein. Gegen Rücken-, Knie und Hüftbeschwerden kann auch ein Pufferabsatz helfen. Dafür werden aber leider keine Kosten übernommen.

Kooperation Hersteller und Orthopädie Fachmann

Einige Hersteller haben mit Fachbetrieben der Orthopädietechnik eine Systempartnerschaft. Hier kann man direkt über den Hersteller einen orthopädischen Arbeitsschuh anpassen und fertigen lassen. Bei der Suche nach einem Systempartner in Wohnortnähe hilft der Hersteller. So hat man die Möglichkeit ohne lange Anfahrten den richtigen Orthopädieschuhmacher zu finden. Eine solche zertifizierte Partnerschaft ist beispielsweise UVEX Medicare Systempartner.

Kostenübernahme für orthopädische Arbeitsschuhe

Im Regelfall übernimmt der Arbeitgeber die Anschaffungskosten für Arbeitsschuhe, wenn sie im Arbeitsbereich notwendig vorgeschrieben sind. Bei orthopädischen Schuhen ist der Arbeitgeber nicht zur Übernahme der Mehrkosten verpflichtet.